Joseph Mohr

"Stille Nacht, heilige Nacht" von Joseph Mohr

 

Die Entstehung von "Stille Nacht, Heilige Nacht":

 

Zu Weihnachten 1818 machte Mohr seinem Freund Gruber den Vorschlag für die Heilige Nacht ein Lied zu verfassen.

 

Mohr schrieb die Strophen, Gruber die Musik für zwei Solostimmen, die von der Gitarre begleitet wurden.

Zur Christmette im Jahr 1818 wurde das Lied zum ersten Mal gesungen.

 

 

Auf dem Friedhof von Wagrain befindet sich das Grab von Joseph Mohr.

Durch das Lied Stille Nacht, heilige Nacht wird Mohr für immer in den Herzen der Menschen weiterleben.

Der Autor von "Stille Nacht, heilige Nacht"

Joseph Mohr (1792 bis 1848)

Joseph Mohr wurde am 11.12.1792 in der Stadt Salzburg als uneheliches Kind der Anna Schoiber geboren.

Mohr besuchte das Akademische Gymnasium in Salzburg. Dies wurde ihm durch seinen Förderer, dem Domchorvikar Johann Nepomuk Hiernle (1765-1850) ermöglicht, dem er wegen seien Musikalität aufgefallen sein mußte.

1808 schied Joseph Mohr aus dem akademischen Gymnasium aus.

Es wird vermutet, daß sein Förderer Hiernle das Geld für die Ausbildung seines Schützlings nicht mehr aufbringen konnte.

Er wurde darauf Musiker beim Benediktinerstift Kremsmünster in Oberösterreich, wo er am Lyzeum sein Studium fortsetzte.

Im August 1811 wurde Mohr in das Priesterseminar aufgenommen, welches drei Jahre dauerte.

Am 21. August 1815 erhielt Joseph Mohr im Salzburger Dom die Priesterweihe.

Nachdem er nach Mariapfarr im Lungau versetzt wurde, erkrankte der junge Geistliche 1817 ernsthaft und wurde zur Erholung nach Salzburg geschickt, wo er dem Oberndorfer Pfarrprovesor, Joseph Kessler aushalf.

Mohr blieb fast zwei Jahre in Oberndorf, wo er sich mit dem Lehrer von Arnsdorf, Franz Xaver Gruber anfreundete.

Ab dem Jahr 1837 arbeitete Mohr als Vikar im Vikariat von Wagrain.

Am 4. Dezember 1848 verstarb er in Wagrain an Lungenlähmung und fand am Wagrainer Friedhof seine letzte Ruhestätte.

 

Franz Xaver Gruber (1787 bis 1863)

Franz Xaver Gruber wurde als Sohn eines Leinenwebers geboren.

Seine musikalische Ausbildung erhielt er vom Stadtpfarrorganisten Georg Hartdobler in Burghausen.

Nach Ablegung der erforderlichen Prüfungen hat er am 12. November 1807 sein Amt in Arnsdorf angetreten.

Mit dem Schuldienst war das Amt des Mesners und des Organisten verbunden.

In den Jahren von 1816 bis 1829 hat Gruber auch den Dienst des Kantors und Organisten des ca. drei Kilometer entfernten Oberndorf versehen.

 

Das folgende Gebet von Joseph Mohr aus dem Jahr 1813 wurde im Pfarrarchiv von Teisendorf aufgefunden:

 

O Jesu! Du mein Einziger, Du meine ganze Hoffnung!
Dich rufen fromme Seelen.
O Jesu! Süßer Name! Du wahrer Freund der Seele!
Du bist dem Ohr ein süßer Klang, dem Mund ein süßer Honig,
dem Herzen eines Himmels Trank!
Vertreibe der Seele Finsternis, erfülle die Welt mit deiner Süßigkeit!
Bleibe bei uns, o Herr, und schenke uns dein Licht!
Vertreibe der Seele Finsternis! Bleibe bei uns, o Herr!
Alleluja!

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